TopSpace

KurznameTopSpace: Monitoring und Bewertung von marinen Wirbeltieren
FördererBundesamt für Naturschutz (BfN)
LaufzeitNovember 2014 bis September 2017
KooperationspartnerChristian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), Forschungs- und Technologiezentrum (FTZ), Projektleitung
Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (ITAW)
Projektleitung FTZProf. Dr. Stefan Garthe, Kai Borkenhagen (FTZ)
Projektleitung ITAWProf. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert
Projektleitung DMMDr. Harald Benke
Projektmitarbeiter DMMDipl.-Biol. Anja Gallus, Martin Jabbusch

Seevögel und marine Säugetiere sind als Topprädatoren ein wichtiger Bestandteil mariner Ökosysteme. Durch anthropogene Aktivitäten wie Fischerei, Ausbau der Offshorewindenergie, Schiffsverkehr, Meeresverschmutzung, usw. sind sie zunehmenden Belastungen ausgesetzt. Die Erfassung und Bewertung ihrer Bestände und genaue Kenntnisse über ihre Verteilungsmuster und Habitatansprüche sind die Voraussetzung für ihren effektiven Schutz und ein sinnvolles Schutzgebietsmanagement.

Das Monitoring und die Zustandsbewertungen mariner Wirbeltiere dienen als Grundlage für die Erfüllung der Natura 2000-Berichtspflichten und den regionalen Meeresübereinkommen OSPAR, der Helsinki-Konvention (HELCOM) sowie der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL).

Das DMM führt daher im Auftrag des Bundesamt für Naturschutz (BfN) unter Leitung des Forschungs- und Technologiezentrum und in Kooperation mit dem Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover Studien zu Verbreitungsmustern, Populationsgrößen und Trends von Seevögeln und marinen Säugetieren durch. Auch ihr Verhalten und der Einfluss anthropogener Aktivitäten auf Vorkommen und Populationszustand stellen aktuelle und langfristige Hauptforschungsthemen der Kooperationspartner dar. Basis der Forschungsarbeiten sind die wiederholten großräumigen Erfassungen der Vorkommen von Seevögeln und marinen Säugetieren in der deutschen Nord- und Ostsee. Diese Erfassungen nach standardisierten Methoden erzielen Daten und Informationen zu Raum-Zeit-Mustern und zur Raumnutzung von Seevögeln und marinen Säugetieren im Ökosystem der Nord- und Ostsee.

Das Aufgabenspektrum ist in fachspezifische Teilaufgaben gegliedert und wird von dem Kooperationspartner mit den jeweils erforderlichen Kompetenzen wissenschaftlich umgesetzt. Das DMM übernimmt das Monitoring und die Bewertung von Meeressäugetieren in der deutschen Ostsee. Regelmäßig werden mittels passiv akustischer Erfassungen Daten zum Vorkommen und zur Verteilung von Schweinswalen erhoben. Das Vorhaben greift auf die in den zurückliegenden Jahren erstellten Untersuchungsergebnisse zurück und führt die Aufgaben mit erweiterten Parametern fort.

Die Ergebnisse des Vorhabens sollen dem BfN als wissenschaftliche Basis für die Erfüllung der Berichtspflichten sowie weiterer Vollzugsaufgaben (z.B. Bewertung von anthropogenen Eingriffen) in der AWZ dienen. Daneben wird mit dem Erfassungsprogramm auch die Grundlage für die Bewertungen im Rahmen der FFH RL/VRL und der MSRL geschaffen und es werden Indikatoren für OSPAR und HELCOM entwickelt.

  • Allianz für das Meer; 2016/Januar; Impulse (Heft 1); Christian Jung Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund. Hier treffen sich zwei Geschichten, die eigentlich nur eines verbindet: der Lebensraum Wasser, das Meer. Die eine Geschichte erzählt davon, wie – oft vom Menschen verursachte – Belastungen den größten Meeresbewohnern vor unserer Küste zu schaffen machen. Die andere beäugt Verwandtschaftsverhältnisse – unter Fischen. Eine Geschichte über die Qual des Wals und das Silber des Meeres. Willkommen in Stralsund – und an ein paar anderen Schauplätzen. (Impulse, das Wissenschaftsmagazin der Volkswagenstiftung)1,39 M
  • Die Qual des Wals; 2014/ Oktober/ 04; Hannoversche Allgemeine; Christian Jung Der Schweinswal gehört zur heimischen Tierwelt. doch vor den Blicken des Menschen hält er sich meist verborgen. Neue Erkenntnisse belegen jetzt, wie schlecht es um den Meeressäuger wirklich steht. Vor allem in der Ostsee haben sich seine Lebensbedingungen dramatisch verschlechtert. Wie kann man die Tiere wirksam schützen? Eine Walbeobachtung.2,63 M