Was fördert die Forschungsstiftung Ostsee?

Die Forschungsstiftung fördert die universelle Erforschung der Fauna und Flora der Ostsee, der angrenzenden Gewässer und Küstenlebensräume sowie die Erforschung der Folgen der Einwirkungen durch die zunehmende wirtschaftliche Nutzung auf die marine Umwelt. Dazu setzt sie auch wissenschaftliche Projekte in Gang, welche die menschlichen Einflüsse auf die Ökosysteme der Ostsee untersuchen und Wege aufzeigen, die negative Folgen verhindern und, soweit sie bereits eingetreten sind, diese durch geeignete Maßnahmen auszugleichen bzw. zu mindern.

Seit 2016 zeichnet die Forschungsstiftung Ostsee zudem herausragende Arbeiten von Nachwuchswissenschaftler:innen aus.

  • Erstmals drei Preise wurden im Jahr 2026 vergeben:
    Dr. Timo Rittweg wurde für seine Doktorarbeit über die Anpassung und Biodiversität von Küstenhechten in Brackwasserökosystemen ausgezeichnet und liefert damit wichtige Grundlagen für nachhaltige Fischereikonzepte.
    Juliane Ewald erhielt den Preis für ihre Masterarbeit zur Habitatverfügbarkeit von Bodenfischen in der westlichen Ostsee und zeigt, dass vor allem die Klimaerwärmung deren Lebensräume stark einschränkt.
    Neu war die Vergabe eines Innovationspreises: Dr. Anika Preuss wurde für ihre Arbeit über biomechanische Anpassungen von Arthropodenparasiten an Meeressäuger ausgezeichnet, die neue Erkenntnisse für den Artenschutz und technologische Anwendungen liefert.
    Mehr über die ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftler:innen aus dem Jahr 2026 erfahren


Ausgezeichnete Wissenschaftler:innen der Vorjahre:

Die Preisträger*innen konnten mit ihren Arbeiten Wissenslücken über wichtige Prozesse in der Ostsee schließen und unterstreichen, wie bedeutend der Schutz des Klimas für das gesamte Ökosystem der Erde ist.

Es können auch in den kommenden Jahren Master- und Dissertationsschriften eingereicht werden, die sich auf die Erforschung der Fauna und Flora der Ostsee sowie der Erforschung der Einwirkungen durch die zunehmende wirtschaftliche Nutzung auf die marine Umwelt Gebiete beziehen. Sie können Grundlagen- oder angewandte Forschung zum Inhalt haben.

Mit diesem Preis soll gerade der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert und zu exzellenten Leistungen angespornt werden.

Der Preis der Forschungsstiftung Ostsee wird jährlich an Nachwuchswissenschaftler*innen für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Erforschung der Fauna und Flora der Ostsee, der angrenzenden Gewässer und Küstenlebensräume sowie der Erforschung der Einwirkungen durch die zunehmende wirtschaftliche Nutzung auf die marine Umwelt vergeben.

Es können abgeschlossene und bewertete wissenschaftliche Abschlussarbeiten von Lehramtsstudierenden, Masterarbeiten und Dissertationsschriften eingereicht werden, die sich auf die oben genannten Gebiete beziehen. Arbeiten zu Themen der Grundlagen- und angewandten Forschung sowie zu Aspekten des Wissenstransfers sind dabei gleichermaßen erwünscht. Eingereicht werden können englisch- oder deutschsprachige Arbeiten, die nicht älter als 2 Jahre sind.

Die Arbeiten werden hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität beurteilt. Über die Preisvergabe entscheidet der Stiftungsvorstand unter Hinzuziehung des wissenschaftlichen Beirates und externer Gutachter*innen. Die Gewinner*innen werden eingeladen, ihre Arbeiten persönlich vorzustellen. Der Preis ist mit 2000 € für Masterarbeiten bzw. wissenschaftliche Abschlussarbeiten von Lehramtsstudierenden und mit 5000 € für Dissertationsschriften dotiert.

Die Bewerbungen werden erbeten bis zum 1.11. jeden Jahres und müssen über die Universitäten, Hochschulen, Institute oder Fakultäten beim Vorstand der Forschungsstiftung Ostsee eingereicht werden. Die Bewerbungsunterlagen für eine Bewerbung um den Preis der Forschungsstiftung Ostsee sollten enthalten:

  • Anschreiben des Bewerbenden mit einer kurzen Erläuterung, warum die Arbeit preiswürdig ist
  • Abschlussarbeit inkl. Kurzfassung
  • Eine Einschätzung der Arbeit durch den betreuenden Hochschullehrer
  • tabellarischer Lebenslauf des Bewerbenden
  • Eine Bestätigung des Abschlusses des Qualifikationsverfahrens (Zeugnis oder Promotionsurkunde, kann nachgereicht werden).

Bewerbungen, die den oben genannten Richtlinien nicht entsprechen, können nicht berücksichtigt werden.
Bewerbungen sind digital (bevorzugt kombiniert in einer PDF Datei) zu richten an:

Forschungsstiftung Ostsee
Stiftung Deutsches Meeresmuseum
Katharinenberg 14-20
18439 Stralsund

Für Rückfragen steht Ihnen Prof. Dr. Steffen Harzsch als Ansprechpartner zur Verfügung: steffen.harzsch{at}uni-greifswald.de

Die Förderung und Unterstützung von Forschungsprojekten an der belebten Umwelt der Ostsee ist eine der Hauptaufgaben der Forschungsstiftung. Bislang wurden seit 2014 neun Forschungsprojekte mit Zuwendungen von 3.500 bis zu 130.000 Euro unterstützt. Die thematische Bandbreite reicht dabei von Untersuchungen zur Reproduktionsbiologie des Hechtes im Brackwasser über die Bilanzierung der Primärproduktion von Makrophyten und Phytoplankton bis zur Erkundung von Habitaten potentiell pathogener Vibrionen an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern.

Solche Forschungs- und Ausstellungsprojekte wie das Monitoring und die dynamische Simulation anoxischer Gebiete der Ostsee oder „Ein lebendes Fossil – Die Rückkehr der Störe“ tragen daneben der Umweltbildung und Wissensvermittlung bei.

Der Gesamtumfang der bislang von der Forschungsstiftung bewilligten Zuwendungen beläuft sich auf mehr als 700.000 Euro.

Übersicht der geförderten Projekte