MaRo – Kegelrobben-Projekt

Projektübersicht

TitelForschung zur Konfliktbewältigung und Entwicklung von Managementmaßnahmen zum Schutz von Kegelrobben der deutschen Ostsee
KurznameMaRo
FördererBundesamt für Naturschutz
LaufzeitSeptember 2020 bis August 2023
ProjektleitungDr. Michael Dähne
ProjektmitarbeiterM. Sc. Linda Westphal
M. Sc. Farina Reif

Projektbeschreibung

Das Projekt „Forschung zur Konfliktbewältigung und Entwicklung von Managementmaßnahmen zum Schutz von Kegelrobben der deutschen Ostsee“ („MaRo“) soll zu einem nachhaltigen Miteinander zwischen Menschen und Kegelrobben beitragen.

Kegelrobben galten bis Anfang der 2000er Jahre in der südlichen Ostsee als ausgerottet. Nach und nach kehren sie in ihre historischen Verbreitungsgebiete zurück. Noch immer befinden sie sich in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns in einer sensiblen Ansiedlungsphase, dies zeigen auch die Ergebnisse des Vorgängerprojektes „Kegelrobben der deutsches Ostsee“.

Das Forschungsprojekt wird schwerpunktmäßig die Bestandsentwicklung, die Ernährungsbiologe und Interaktionen mit der Fischerei untersuchen Die Ergebnisse dienen als wissenschaftliche Grundlage für ein nachhaltiges Management der besonders geschützten Art Kegelrobbe in der Ostsee.

Im Vorhaben werden vier Arbeitspakete mit folgenden Methoden bearbeitet:

Bestandserfassung und Zustandsbewertung

  • regelmäßige land- und bootbasierte Zählungen
  • international standardisierte Flugsurveys während Wurfzeit und Fellwechsel
  • Untersuchung von Totfunden auf Gesundheits-, Ernährungs- und Reproduktionszustand sowie Altersstruktur

Beutespektrum und Nahrungsgründe

  • Mageninhaltsuntersuchungen
  • Verdauversuche und stabile Isotopen-Analysen zur Untersuchung des Beutespektrums und der Nahrungsgründe 

Fischereikonflikt und Beifang

  • Untersuchung von Überlappung des Beutespektrums und der Nahrungsgründe mit fischereilich genutzten Arten und Fischereigebieten
  • Identifikation von Fischereigeräten, mit potentiell erhöhtem Beifangrisiko, durch Sektionen beigefangener und gestrandeter Robben

Gremienarbeit und Management

  • Mitgestaltung in nationalen und internationalen Gremien wie der Robben AG MV und HELCOM MAMA
  • Öffentlichkeitsarbeit & Informationsveranstaltungen

Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz finanziert.