(Stralsund, 14.08.2026)
Das Tier wurde noch am selben Tag geborgen und zum Außenstandort des Deutschen Meeresmuseums auf die Insel Dänholm transportiert. Dieser ist für die Durchführung von Sektionen ausgelegt.
Die Bergung des ca. sieben Tonnen schweren Tieres aus dem Wasser und das anschließende Verladen an Land erforderten eine sorgfältig abgestimmte Vorgehensweise. Mithilfe eines Krans und eines speziellen Hebegeschirrs konnte das Tier behutsam bewegt und sicher auf die vorbereitete Fläche gebracht werden.
Die Sektion des Buckelwals findet am Freitag, den 14. August, statt. Erst im Anschluss werden belastbare Aussagen dazu möglich sein, woran der Buckelwal verendet ist. Über die Ergebnisse werden Informationen veröffentlicht, sobald entsprechende Erkenntnisse vorliegen.
Die Untersuchung von tot aufgefundenen Meeressäugern in Mecklenburg-Vorpommern gehört seit Jahrzenten zu den wissenschaftlichen Aufgaben des Deutschen Meeresmuseums. Ziel ist es, möglichst viele Erkenntnisse über den Gesundheitszustand, die Todesursache und mögliche Gefährdungen für Meeressäuger zu gewinnen. Die Untersuchung dient ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken.
Dokumentierte Buckelwal-Sichtungen in der Ostsee
Historische Quellen und die seit den 1970er Jahren erhobenen Monitoringdaten des Deutschen Meeresmuseums zeigen, dass Buckelwale bis heute seltene, aber regelmäßige Gäste in der Ostsee sind.
Routen und Bewegungsmuster von Buckelwalen in der Ostsee sind hier dokumentiert: Sichtungen von Buckelwalen in der Ostsee