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Deutsches Meeresmuseum unterstützt weiter die Wiederansiedlung von Korallen vor den Malediven

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Vom 9. bis 24. März 2019 führt das Deutsche Meeresmuseum Stralsund erneut eine Projektreise auf die Malediven durch. Anlass ist die 2015 initiierte Umweltbildungsaktion „Coral Doctors“, mit der Malediver bei ihren Schutzbemühungen von Korallenriffen unterstützt werden sollen. Das Projektteam setzt sich in diesem Jahr aus Dr. Nicole Kube vom Deutschen Meeresmuseum und Pablo Montoto vom Zoo Aquarium Madrid zusammen. Beide Aquarienkuratoren bringen ihr Know-How über die Vermehrung von Korallen für eine Wiederansiedlung ein. Begleitet werden die Fachleute von Torsten und Yamila Krussk vom Förderverein Deutsches Meeresmuseum e. V. Das Ehepaar gab seinerzeit die Anregung, das Projekt ins Leben zu rufen.

Auf der Reiseroute stehen die Inseln Maafushi, Rashdoo und Ukulhas, wo in mehrtägigen Workshops Malediver zu „Korallengärtnern“ ausgebildet werden sollen. Die Kursteilnehmer erfahren zunächst mehr über die Biologie der Korallen und warum es wichtig ist, Riffe zu bewahren und zu schützen. In Verbindung damit werden für zukünftige Infoveranstaltungen mit Touristen und anderen Einheimischen Fakten vermittelt, wie die Notwendigkeit einer nachhaltigen Müll- bzw. Abwasserentsorgung. Neben der Theorie sind zudem Praxiseinheiten unter Wasser geplant. „In unseren Workshops zeigen wir den Maledivern, wie sie selbst Korallengärten im Meer vor ihrer Haustür anlegen können,“ sagt Dr. Nicole Kube. „Unser Projekt ist nur ein kleiner Beitrag – aber immerhin ein Anfang. Deshalb beschränken wir uns gegenwärtig gezielt auf die Zusammenarbeit mit Einheimischen auf den Malediven.“

Bereits in den Jahren 2015 und 2016 haben unter Leitung von Dr. Nicole Kube Einsätze der „Coral Doctors“ auf den Malediven stattgefunden. Die Maßnahme finanziert sich derzeit aus Projekt- und Spendengeldern. Der Förderverein des Deutschen Meeresmuseums hat dazu ein Spendenkonto eingerichtet: www.betterplace.org

Text: Deutsches Meeresmuseum (DMM)