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Ehemaliger Direktor des Deutschen Meeresmuseums Dr. Harald Benke mit Verdienstorden ausgezeichnet

Am 16. April 2026 verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im OZEANEUM in Stralsund Dr. Harald Benke das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Die Ehrung erfolgte im Rahmen der „Ortszeit Deutschland“, für die der Bundespräsident seinen Amtssitz vorübergehend in die Hansestadt verlegte.

(Stralsund, 17.04.2026) Über mehr als ein Vierteljahrhundert hinweg prägte Dr. Harald Benke von 1995 bis 2021 das Deutsche Meeresmuseum als wissenschaftlicher Direktor maßgeblich. In dieser Zeit entwickelte sich die Stiftung mit ihren Museumsstandorten zu einer der bedeutendsten musealen Einrichtungen Europas.

Für seine herausragenden Verdienste um Wissenschaft, Vermittlung und den Schutz der Meere erhielt Benke den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an jenem Ort, der untrennbar mit seinem Wirken verbunden ist. Mit dem Bau des OZEANEUMs, das 2008 eröffnet wurde, setzte er gemeinsam mit seinem Team neue Maßstäbe für eine moderne, wissenschaftsbasierte und zugleich publikumsnahe Museumsarbeit. Internationale Anerkennung fand diese Entwicklung im Jahr 2010 mit der Auszeichnung des OZEANEUMs als „European Museum of the Year“. Der Preis gilt als eine der renommiertesten Ehrungen in der europäischen Museumslandschaft und unterstreicht die herausragende Qualität des Hauses.

Harald Benkes Wirken stand exemplarisch für die Verbindung von Forschung und gesellschaftlicher Verantwortung. Frühzeitig machte er Umwelt- und Meeresschutzthemen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und stärkte die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen. Zugleich gelang es ihm, das Museum fest im kulturellen Leben der Hansestadt Stralsund zu verankern.

Als Wissenschaftler setzte Benke wichtige Impulse. Insbesondere die Erforschung der Schweinswale in der Ostsee wurde unter seiner Leitung entscheidend vorangebracht und international sichtbar gemacht. Bis heute engagiert sich Harald Benke in zahlreichen Gremien und Ehrenämtern für den Schutz der Meere und die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse.