Seit über 50 Jahren gehört der Globus zu den eindrucksvollsten Exponaten im MEERESMUSEUM. Seit der Modernisierung des Standortes des Deutschen Meeresmuseums zeigt er sich in neuem Glanz. Fünf hochauflösende Beamer projizieren wechselnde Szenarien auf die große Erdkugel mit einem Durchmesser von 2,13 Metern. Die Projektionen machen globale Zusammenhänge auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Unter dem Titel „Netzwerk Meer“ vermittelt der Globus Wissen über Geologie, Ozeanografie und Meeresströmungen, die Rolle der Meere als Klimamotor und den Einfluss des Menschen auf den Lebensraum Ozean. Für das Konzept arbeitete das Deutsche Meeresmuseum mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen, das auch Satellitenbilder zur Verfügung stellt.
Satelliten zeigen die Schönheit der Erde, aber auch ihre Verletzlichkeit. Sie sind ein unverzichtbares Werkzeug, um unsere Welt zu verstehen, könnten aber beim Verglühen auch zur Gefahr werden. Satellitensensoren machen Unsichtbares sichtbar. In seinem Vortrag nimmt Nils Sparwasser vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt seine Zuhörer*innen mit auf eine Reise durch die heutigen Möglichkeiten der Erdbeobachtung und der Auswertung von Satellitenbildern, zeigt deren Möglichkeiten und Grenzen, liefert Beispiele aus der Praxis und macht die Technik hinter den Bildern verständlich.
Nils Sparwasser arbeitet am Earth Observation Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und lehrt als Gastdozent Fernerkundung an der Katholischen Universität Eichstätt. Er war an der Präsentation und Kommunikation großer Erdbeobachtungsmissionen und -projekte des DLR beteiligt und verwirklichte mit seinem Team zahlreiche Filme, Ausstellungen und mehrere Bildbände zum Thema Erdbeobachtung. Im Kuratorenteam des Gasometers Oberhausen ist er seit 2015 für die Kunstinstallationen im 100 Meter hohen Luftraum des Gasspeichers verantwortlich und hat zuletzt mit Ars Electronica Solutions die Installationen für „Planet Ozean“ und „Mythos Wald“ realisiert.
MEERESMUSEUM | Chor
15. Oktober 2026 | 18 Uhr | Eintritt frei
Um Spenden wird gebeten.