MSc. Linda Westphal

seit 2020

Wissenschaftlerin im Drittmittelprojekt „Forschung zur Konfliktbewältigung und Entwicklung von Managementmaßnahmen zum Schutz von Kegelrobben der deutschen Ostsee“

2017–2020

Wissenschaftlerin im Drittmittelprojekt „Kegelrobben der Deutschem Ostsee – Habitatnutzung, Entwicklung der Liegeplätze, Standorttreue und Analyse der potentiellen Störungen“

2016–2017

Wissenschaftliche Hilfskraft am Deutschen Meeresmuseum in der Arbeitsgruppe „Meeressäugetiere“

2014–2016

Studium der Meeresbiologie an der Universität Rostock

Thema der Masterarbeit:

„Grey seals (Halichoerus grypus) in Mecklenburg – Western Pomerania: Establishment of Photo-Id for population monitoring“ (Kegelrobben (Halichoerus grypus) in Mecklenburg – Vorpommern: Etablierung von Photo-ID für das Bestandsmonitoring)

2011–2014

Studium der Biologie und Geographie an der Bergischen Universität Wuppertal,

Thema der Bachelorarbeit:

 „Sozialstrukturanalyse der Bartaffen (Macaca silenus) im Zoologischen Garten Wuppertal“

Ernährungsbiologie

Mageninhalt-Untersuchungen, Verdauversuche und Untersuchung stabiler Isotopen sollen umfassende Erkenntnisse über das Beutespektrum, die Nahrungsgründe sowie saisonale, alters- und geschlechtsspezifische Beute-Unterschiede der Kegelrobben liefern. Das Wissen über die raumzeitliche Nutzung von verschiedenen Gebieten ermöglicht gezielte Managementmaßnahmen. Außerdem sollen mit Hilfe dieser Ergebnisse Überlappungen mit der Fischerei beschrieben und mögliche Lösungsansätze zur Abmilderung der Konflikte entwickelt werden.

Bestandserfassung und Zustandsbewertung

Bei regelmäßig stattfindenden land- und bootbasierten Zählungen wird der Bestand der Kegelrobben an den Hauptliegeplätzen im Jahresverlauf erfasst. Ergänzt werden diese Zählungen durch international standardisierte Flugsurveys entlang der gesamten Küstenlinie Mecklenburg-Vorpommerns während der Wurfzeit und des Fellwechsels, koordiniert durch HELCOM. Durch parallel geführte Zählungen aller Ostseeanrainerstaaten wird die Abschätzung der gesamten Ostseepopulation ermöglicht. Die Zustandsbewertung erfolgt durch die Untersuchung von tot geborgenen Tieren durch Standfunde und Beifänge. Hier wird besonderes Augenmerk auf Gesundheit, Ernährung, Altersstruktur und Reproduktion gelegt.

Gremienarbeit und Management

Da Kegelrobben in der gesamten Ostsee verbreitet sind und diese als Lebensraum nutzen, ist eine internationale Zusammenarbeit besonders wichtig. Durch die Teilnahme und aktive Mitgestaltung in nationalen und internationalen Gremien werden die erhobenen Daten im ostseeweiten Kontext zusammengetragen. Die Erarbeitung nachhaltiger Managementempfehlung und die Entwicklung eines Indikators zu Identifikation von Beifang-Symptomen in Totfunden steht hierbei im Fokus.

Öffentlichkeitsarbeit

Informationsveranstaltungen zum Thema Meeressäugetiere

Peer reviewed

Galatius A,Teilmann J, Dähne M, Ahola M, Westphal L, Kyhn LA, Pawliczka I, Olsen MT, Dietz R (2020) Grey seal (Halichoerus grypus) recolonisation of the southern Baltic Sea, Danish Straits and Kattegat. Wildlife Biology 4. wlb00711. Online

Dannenberger D, Möller R, Westphal L, Moritz T, Dähne M, Grunow B (2020) Fatty Acid Composition in Blubber, Liver, and Muscle of Marine Mammals in the Southern Baltic Sea. Animals 10 (9) 1509. Online.

v. Nordheim, H., Westphal, L., Dähne, M. (2019) 2018: Erstmaliger Nachweis von Kegelrobbengeburten in Mecklenburg-Vorpommern. Natur und Landschaft 94 (8) 339-345. Online.

Konferenzbeiträge

Westphal, L., von Nordheim, H., Dähne, M. (2019): Did grey seals reproduce in the German Baltic Sea before their extinction in 1920? Conference contribution at the World Marine Mammal Conference, Barcelona, 9th – 12th December 2019

Bär, T., Westphal, L., Benke, H. Dähne, M. (2019): When is a peak in strandings relevant? 30 years of carcass collection provide basis for detecting exceptional events. Conference contribution at the World Marine Mammal Conference, Barcelona, 6th – 12th December 2019

Westphal, L., von Nordheim, H., Liebschner, A., H., Dähne, M. (2019): Grey seals in the German Baltic Sea: conservation, research and monitoring of Germany’s largest marine predator. Conference contribution at the Wildlife Research and Conservation, Berlin, 29th September – 1st October 2019

Westphal, L., Vietinghoff, V., Brüggemann, A., von Nordheim, H., Benke, H., Dähne, M. (2018): Increased strandings of dead grey seals (Halichoerus grypus) in fall 2017 in Mecklenburg – Western Pomerania: Pathological investigation, legal situation and consequences. Conference contribution at the 111th Annual Meeting of the German Zoological Society, Greifswald, 10th – 14th September 2018

Westphal, L., von Vietinghoff, V., Benke, H.,  von Nordheim, H., Dähne, M. (2018): 12 fatal weeks - elevated grey seal casualties in the German Baltic Sea in autumn 2017. Poster presented at the 32st Annual Conference of the European Cetacean Society, La Spezia, Italy, 6th - 10th April 2018

Westphal, L., Gallus, A., von Nordheim, H., Dähne, M. (2017): Photo-ID aids monitoring grey seal (Halichoerus grypus) return to their historical sites after absence for 80 years in the German Baltic Sea, Poster presented at the 31st Annual Conference of the European Cetacean Society, Middelfart, Denmark, 29th April – 3rd  May 2017

MaRo – Kegelrobben-Projekt

Kegelrobben sind zurück an unserer Küste. Konflikte, die durch ihre Rückkehr entstehen, sollen durch nachhaltige Managementmaßnahmen bewältigt werden.
Dafür soll „MaRo“ die Datengrundlage liefern und eine Austauschplattform darstellen.

Zur Projektbeschreibung


Kegelrobben der deutschen Ostsee

Kegelrobben kehren nach Jahren der Abwesenheit an unsere Küsten zurück. Um diesen Prozess zu begleiten und festzustellen wie standorttreu die Robben sind, führen wir ein Projekt zur Photo-ID von Kegelrobben durch. 

Zur Projektbeschreibung

Mitgliedschaften

European Cetacean Society (seit 2016)
Society for Marine Mammalogy (seit 2016)

Gremienarbeiten

Robben Arbeitsgruppe MV

HELCOM MAMA