Dip.-Ing. Michael Mäuslein

seit 01/2000 

Kurator für Fischerei; Kurator für Meerestechnik und Teamleiter in der Außenstelle NAUTINEUM

08/1998-12/1999

Aufbauleiter der Außenstelle NAUTINEUM am Deutschen Meeresmuseum, Stralsund

1986

Abschluss Diplom-Ingenieur (FH) für Schiffsführung

1982

Abschluss Berufsausbildung zum Vollmatrosen der Hochseefischerei

Kurator für Fischerei

  • Leitung der Sammlung volkskundlich, ethnologischer Sachzeugnisse der traditionellen Fischerei
  • Fachliche Arbeitsschwerpunkte: Darstellung der historischen Entwicklung der Fischerei von den Anfängen bis zur Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der traditionellen Kutter- und Küstenfischerei in Mecklenburg/Vorpommern und der Hochseefischerei in Deutschland
  • Verantwortlich für die Ausstellungsbereiche zum Thema Fischerei im MEERESMUSEUM und im NAUTINEUM

Kurator für Meerestechnik

  • Leitung der Sammlung von technischen Sachzeugnissen der Meeresforschung
  • Fachliche Arbeitsschwerpunkte: Darstellung der Meeresforschung von den Anfängen bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt der Meeresforschung in Deutschland
  • Verantwortlich für die Ausstellungsbereiche zum Thema Technik der Meeresforschung im MEERESMUSEUM und im NAUTINEUM

Teamleiter der Außenstelle NAUTINEUM

  • Arbeitsorganisation, Anleitung und Kontrolle von Mitarbeitern, Koordinierung der wissenschaftlichen und technischen Arbeiten in den Ausstellungs- und Sammlungsbereichen im NAUTINEUM

Betreuung von Praktikanten

Ausstellungbetreuung und -erstellung

Forschungstaucher

Entwicklung der Fischerei im Bereich der Ostseeküste von den Anfängen bis zur Gegenwart/ Beobachtung künftiger Entwicklungen

Derzeit durchläuft die Fischerei an der deutschen Ostseeküste einen tiefgreifenden Wandel. Bedingt durch Überfischung und daraus resultierenden Fangquoten wird es in den nächsten Jahren zu einem weiteren Rückgang der Fischerei kommen. Damit verbunden werden Arbeitsmittel, die Arbeitsweise und auch traditionelle Lebensformen verloren gehen. Eine wichtige wissenschaftliche Aufgabe des Deutschen Meeresmuseums ist es, den Wandel – aber auch die noch vorhandenen traditionellen Strukturen zu dokumentieren und wenn möglich museal zu bewahren.

Mit der Erfassung von hölzernen Arbeitsbooten der Fischerei an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern wurde begonnen. Derzeit besitzt das DMM die umfassendste und bedeutendste Sammlung in diesem Bereich an der Ostseeküste. Die Boote sind wichtige Belege für den traditionellen Bootsbau und für die Entwicklung der Kultur und der Arbeitsmittel der Fischer. Weitere Bootstypen sollen gesichert, umfassend dokumentiert und in die bestehende Datenbank des DMM MeDuSa eingearbeitet werden. Auf Grundlage des Datenbestandes sollen dann bestimmte wichtige Bootsformen (Typen) für eine detaillierte Dokumentation oder für eine museale Bewahrung ausgewählt werden.

Untersuchungen zu ausgewählten, wichtigen Etappen in der deutschen Meeresforschung

Das Meer ist nicht das natürliche Umfeld des Menschen. Will er es erkunden, so muss er sich mit Hilfsmitteln versorgen. Das fängt bei Taucheranzug und Druckluftlasche an und endet bei unter Wasser autonom arbeitenden Geräten. Bis heute entwickelt die moderne Wissenschaft immer neue, effektivere technische Möglichkeiten, dem Menschen die Nutzung und Erforschung der Meere zu ermöglichen. Die wohl bekannteste deutsche Unterwasserstation und ein Meilenstein in der deutschen Meeresforschung ist das Unterwasserlabor HELGOLAND. Anhand von eigenen Untersuchungen, Auswertung von Archivunterlagen und Literaturrecherche sowie Befragungen von Zeitzeugen wird die Geschichte des UWL, Erfolg und Probleme, aus heutiger Sicht, mehr als 40 Jahre nach Indienststellung analysiert. Es gab aber noch weitere Unterwasserstationen sowohl im Westen, als auch im Osten des geteilten Deutschlands der 70iger Jahre. Deren Geschichte, Bau und Bedeutung werden näher untersucht.

Ausgewählte Publikationen

Mäuslein, M. (2012): Die Entwicklung der Sammlung von Fischerei- und Arbeitsbooten im Deutschen Meeresmuseum. Meer und Museum, Bd. 24, 91-102 Online

Mäuslein, M. (2012): Handwerk und Tradition der Zeesenfischerei. Meer und Museum, Bd. 24, 111-122 Online

Möhrmann, S. & Mäuslein, M. (2012): Bauprogramme genormter Fischereikutter für die Ostsee. Meer und Museum, Bd. 24, 165-184 Online

Mäuslein, M. (2006): Zeesenfischerei auf den Boddengewässern in Mecklenburg-Vorpommern – ein traditionelles Handwerk bleibt erhalten. Fischerei & Fischmarkt in Mecklenburg-Vorpommern Ausgabe 1/2006 – 6. Jahrgang, 7-9