Geschichte der Stiftung Deutsches Meeresmuseum

Im Jahr 1951 zog eine kleine Sammlung als städtisches Naturkundemuseum in das ehemalige Katharinenkloster in Stralsund, das bis dato als Gymnasium genutzt wurde. Das Haus entwickelte sich zu dem international anerkannten Museum für Meereskunde und Fischerei der DDR. Nach der politischen Wende wurde das Museum 1994 in eine Stiftung bürgerlichen Rechts überführt und 1998 umbenannt in Deutsches Meeresmuseum. Damals wie heute ist das Zusammenspiel aus wissenschaftlicher Ausstellung und Aquarien als lebende Ergänzung der wesentliche Erfolgsfaktor des Museums. Das Deutsche Meeresmuseum zählt mit dem Eintrag in das sogenannte Blaubuch zu den kulturellen Leuchttürmen in den neuen Bundesländern. Weltweit widmen sich nur wenige Museen so speziell und umfassend der wissenschaftlichen Bearbeitung und musealen Darstellung des Lebensraumes Meer.

1251-1999

1251Gründung des Dominikaner-Klosters St. Katharinen in Stralsund
1317Vollendung des Baues der Katharinenhalle
1525Übergang der Klosteranlage in städtisches Eigentum (nach Reformation udn Kirchensturm in Stralsund)
1560-1944Nutzung der Klosteranlage als Waisenhaus, Gymnasium, Zeug- und Lagerhaus
24.06.1951Gründung des Naturmuseums Stralsund durch Prof. Dr. Otto Dibbelt
1957Beginn der Umgestaltung und Erweiterung des Naturmuseums zum Museum für Meereskunde und Fischerei unter Leitung und Konzeption von OMuR Dr. Sonnfried Streicher. Einrichtung des ersten Raumes des Meeresaquariums
1958Museum wird Bezirksnaturkundemuseum
1965Aufbau der ersten meeresbiologischen Ausstellungen
1966Umbenennung in Meereskundliches Museum Stralsund
1968Aufbau des ersten Teils des Meeresaquariums im Keller des Katharinenklosters
1969Gründung des „Freundeskreis Meeresmuseum“
1972-1974Instandsetzung der ehemaligen Klosterkirche und Ausbau zur Ausstellungshalle
1974Eröffnung des Meeresmuseums – Museum für Meereskunde und Fischerei
1975Eröffnung der Meeresaquarien in der Katharinenhalle
1980Einrichtung der Sammlungsmagazine auf dem Dach der Katharinenhalle
1984750-Jahrfeier der Stadt Stralsund: Eröffnung des Erweiterungstraktes des Meeresaquariums mit einem 50.000-Liter-Becken und einem 30.000-Liter-Becken
1986Dachausbau der Katharinenhalle zum wissenschaftlichen Sammlungsmagazin
1989Eröffnung des ersten Teiles der Ausstellung „Mensch und Meer“ und weiterer Aufbau

1991-2001

1991Gründung des Vereins der Freunde und Förderer des Meeresmuseums e. V. (VFFM)
1991Aufbau des NATUREUMs Darßer Ort im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
1992Ehrung des in Stralsund geborenen Naturforschers Prof. Dr. Hermann Burmeister:
· Rekonstruktion eines gotischen Giebelhauses
· Aufbau einer Burmeister-Gedenkstätte
· Eröffnung eines weiteren Besucherraumes im Meeresaquarium mit 15 Aquarien
· Vollendung des Erweiterungsbaus für die Aquarientechnik
04.11.1993Wiedereröffnung der Ostseeabteilung im Meeresaquarium
1993/94Überführung des städtischen Meeresmuseums in eine neue Trägerschaft als Stiftung Deutsches Meeresmuseum für Meereskunde und Fischerei. (Erster Stifter: Hansestadt Stralsund; Zweiter Stifter: Verein der Freunde und Förderer des Meeresmuseums e. V.)
1994Eröffnung der Hermann-Burmeister-Gedenkstätte im Burmeisterhaus (Mönchstr. 45)
1995Modernisierung der Präparationswerkstätten mit Mazerations- und Entfettungsanlage
1996Beginn der Instandsetzung und Restaurierung des 17-m-Kutters „Adolph Reichwein“
1998Umbenennung der Stiftung in „Deutsches Meeresmuseum, Museum für Meereskunde und Fischerei · Aquarium“
01.06.1999Eröffnung NAUTINEUM Dänholm Stralsund
16.07.1999Wiedereröffnung des rekonstruierten und völlig neu gestalteten Nordseeaquariums
2000Restaurierung des Innenraums der Katharinenhalle
2000-2001Umbau der ehemaligen Turnhalle der Ernst-Moritz-Arndt-Schule (jetziges Forum)
03.06.2000Eröffnung des Besucherzentrums im NAUTINEUM Dänholm Stralsund
13.06.2001Erstausgabetag der Gedenkmünze und Sonderbriefmarke anlässlich des Jubiläumsjahres „750 Jahre Katharinenkloster – 50 Jahre Meeresmuseum“
24.06.200150. Gründungstag des Meeresmuseums Stralsund