Der digitale Ozean

Digitale Erschließung der neuen Ausstellung im modernisierten MEERESMUSEUM

Das MEERESMUSEUM in der Stralsunder Altstadt wird derzeit umfassend modernisiert.
Neben klassischen Präparaten und Aquarien bilden digitale Module spannende Kontraste zum historischen Ambiente und bringen gelebte Geschichte und Moderne in Einklang.

Zu den geplanten Installationen zählen digitale Urzeit-Aquarien im Erdgeschoss der neuen Ausstellung. Sie zeigen originale Fossilien in Verbindung mit Hologrammen, zum Beispiel von Ammoniten aus dem Erdaltertum oder Fischsauriern aus dem Jura (Erdmittelalter).

Mithilfe von neuesten Satellitendaten erfahren Besucherinnen und Besucher in einer Licht-Ton-Produktion mehr über das „Netzwerk Ozean“. Auf einem Globus mit zwei Meter Durchmesser werden die Ozeanografie und Meeresströmungen unseres Wasserplaneten vorgestellt. Weitere Themen sind das Meer als Klimamotor und die Einflüsse des Menschen auf den Lebensraum Meer unter Berücksichtigung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Die Ausführung findet in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) statt.

Ein drittes digitales Ausstellungsmodul widmet sich dem „Aquarium der Zukunft“. Dabei werden Informationen über die Herkunft von Aquarientieren sowie über aktuelle Zucht- und Auswilderungsprogramme vermittelt, aber auch „digitale Räume unter Wasser“ konzipiert. Dieser Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der brandaktuellen Frage, wie nachhaltig Aquarien sein können.

Darüber hinaus unterstützen und fördern die geplanten Maßnahmen die digitale Transformation der gesamten Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit am Deutschen Meeresmuseum und stärken sowohl Kultur, Wissenschaft und Kunst als auch den breiten gesellschaftlichen Diskurs im Zeitalter der Digitalisierung.