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Greenpeace-Vortrag im OZEANEUM: Haie – gejagte Jäger

  • OZEANEUM

Sie bewohnen seit 400 Millionen Jahren die Erde und haben sogar die Dinosaurier überlebt. Doch gegen die monströsen Fangmethoden der Menschen kommen sie nicht an: Haie.

Nach Angaben von Greenpeace fallen weltweit 100 Millionen Haie pro Jahr der Fischerei zum Opfer – darunter die wegen ihrer Flossen gezielt gefangenen Haie sowie die als Beifang verendeten Tiere. Das entspricht drei getöteten Haien pro Sekunde. Ein Viertel aller Hai-Arten gilt bereits als vom Aussterben bedroht, darunter der Weiße Hai, der Hammerhai sowie der Herings- und Dornhai in der Nord- und Ostsee. „Haie spielen eine Schlüsselrolle für die Artenvielfalt. Ihre Überfischung hat fatale Folgen für das ökologische Gleichgewicht in den Meeren“, sagt Lucas Schmitz, ehrenamtlicher Hai-Experte von Greenpeace, der am 30. Mai im OZEANEUM den Vortrag „Der Hai – gejagter Jäger“ halten wird.

Inzwischen gefährdet auch die zunehmende Vermüllung der Meere die Bestände der eleganten wie faszinierenden Tiere. Immer wieder gibt es Berichte über verendete Haie, die sich in verlorenen oder entsorgten Seilen und Netzen aus Plastik verfangen haben oder mit Plastik im Magen gefunden werden. In seiner Präsentation stellt Schmitz die zentrale Bedeutung der Tiere für die Artenvielfalt der Meere sowie ihren Kampf ums Überleben dar. Welche Hai-Arten gibt es wo? Welche Funktion erfüllen sie? Warum werden Haie vom Menschen gejagt und wer ist hauptverantwortlich für ihre Überfischung? Kann – wie von Greenpeace gefordert – ein weltweites Netz aus Meeresschutzgebieten den Haien helfen? Die Antworten liefert der erste Vortrag der diesjährigen Reihe „Greenpeace und das Meer“ im Ozeaneum.

Ort: Im Kinosaal der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“

Zeit: Am Mittwoch, den 30. Mai 2018 um 12.00 Uhr bis 12.30 Uhr und um 15.00 Uhr bis 15.30 Uhr

Der Eintritt zur Präsentation ist kostenfrei. Im Anschluss an den Vortrag ist Zeit für Fragen.