Projekte der Forschungsstiftung Ostsee am Deutschen Meeresmuseum

Anfang Februar 2014 starteten am Deutschen Meeresmuseum zwei von der Forschungsstiftung Ostsee geförderte Projekte. Unter Leitung von Dr. Timo Moritz widmet sich das Projekt "Ein lebendes Fossil - Die Rückkehr der Störe" einer der weltweit am stärksten gefährdeten Fischarten. Störe sind akut vom Aussterben bedroht. Seit 1920 gelten sie in der deutschen Ostsee als ausgestorben.

Insbesondere menschliche Einflüsse wie Überfischung, Lebensraumveränderungen und Umweltverschmutzung sind dafür verantwortlich. Für die Öffentlichkeit entsteht eine Wanderausstellung über die Rückkehr der Störe, die zunächst im Stralsunder MEERESMUSEUM gezeigt wird. Anhand präparierter Tiere und mit spannenden Geschichten gibt sie einen tieferen Einblick in die Welt dieser Knochenfische, die den meisten Menschen vor allem wegen ihres schmackhaften Rogens, dem Kaviar, bekannt sind.


In dem zweijährigen Projekt "Ermittlung von Schweinswal- und Robbenhabitaten in der deutschen Ostsee durch Zufallssichtungen und Totfunde" analysieren die Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums die bevorzugten Lebensräume von Schweinswalen und Robben. Um die in der Ostsee stark bedrohten Meeressäuger, deren Wiederbesiedlung ihrer früheren Verbreitungsgebiete und zugleich das Zusammenleben zwischen Tier und Mensch bestmöglich zu fördern, soll die Öffentlichkeit aktiv einbezogen werden.

Über Informationsveranstaltungen, Pressemitteilungen und Internet werden Interessierte informiert und aufgefordert, ihre Schweinswal- oder Robbensichtungen zu melden. Die Wissenschaftler optimieren die bisherige Datenaufnahme und entwickeln gegenwärtig u. a. eine Sichtungs-App für Smartphones. Damit können Wassersportler Sichtungen von Meeressäugern schnell und unkompliziert an das Deutsche Meeresmuseum übermitteln.