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NAUTINEUM verleiht Unterwasserstation und Haitauchfahrzeug

  • NAUTINEUM

Zwei Großexponate der Meeresforschung haben am 13.08.16 per Schwerlasttransport das Stralsunder NAUTINEUM verlassen. Die Unterwasserstation BAH I und das Haitauchfahrzeug SOVI gehen für ein Jahr als Leihgabe an das Westfälische Landesmuseum nach Münster im Rahmen der Sonderausstellung „Wasser bewegt – Erde Mensch Natur“.

„Wir freuen uns sehr darüber, mit unseren Originalobjekten die Exposition bereichern zu dürfen.“, so Michael Mäuslein vom Deutschen Meeresmuseum, der als Kurator für Meeresforschungstechnik den Transport von Stralsund in das ca. 550 km entfernte Münster mit organisierte. „Natürlich erhoffen wir uns auch Synergieeffekte für das NAUTINEUM, wo noch mehr Großobjekte der Meeresforschung zu sehen sind.“, ergänzt Mäuslein. Das NAUTINEUM ist bis Ende Oktober immer dienstags von 10:00 – 16:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt (auch für Hunde) ist frei!

 

Erste deutsche Unterwasserstation BAH I (Baujahr 1967/68)

Länge: ca. 6,00 m; Breite: ca. 4,00 m; Höhe: ca. 4,80 m; Gewicht: ca. 20 t

Die erste deutsche Unterwasserstation BAH I wurde 1968 von der Firma Babcock in den Dienst gestellt. Damals war die Tauchtiefe von 20 Meter unbekanntes Neuland und nicht ganz ungefährlich. Die BAH I war nur einmal im offenen Meer im Einsatz und sammelte wertvolle Erfahrungen für das wesentlich größere Unterwasserlabor HELGOLAND, das sich ebenfalls im NAUTINEUM befindet. In 2003 wurde die BAH I als technisches Denkmal von der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld übernommen und kam noch im selben Jahr in das NAUTINEUM Stralsund auf der Insel Kleiner Dänholm.  

 

Tauchboot SOVI (Shark Observer Vehicle)

Länge: ca. 4,30 m; Höhe: ca. 1,55 m; Gewicht: ca. 700 kg

Seit 2012 war das Tauchboot Shark Observer Vehicle – kurz SOVI – als Dauerleihgabe der internationalen Organisation SHARKPROJECT e. V.  in der Halle für Meeresforschungstechnik im NAUTINEUM zu sehen. Zuvor – zwischen 2006 und 2007 – beobachteten und filmten Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit SHARKPROJECT vor Südafrika das Verhalten von Weißen Haien, um mit ihrem Datenmaterial eine Grundlage zum Schutz des Weißen Haies zu schaffen.