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Museumsforscher identifizieren Irrgast als Sowerby Zweizahnwal

Am 25. September war ein größerer Wal in der Wohlenberger Wiek lebend gestrandet. Umsichtige Angler konnten das Tier wieder in tieferes Wasser hieven. Wissenschaftlern des Deutschen Meeresmuseums gelang es, den Meeressäuger am 28. September erneut in der Wohlenberger Wiek vor Niendorf zu sichten und zu fotografieren.

Am 25. September war ein größerer Wal in der Wohlenberger Wiek lebend gestrandet. Umsichtige Angler konnten das Tier wieder in tieferes Wasser hieven. Wissenschaftlern des Deutschen Meeresmuseums gelang es, den Meeressäuger am 28. September erneut in der Wohlenberger Wiek vor Niendorf zu sichten und zu fotografieren. Anhand dieser Sichtung konnte der etwa vier Meter große Wal eindeutig als Sowerby Zweizahnwal bestimmt werden. Der Direktor des Deutschen Meeresmuseum, Dr. Harald Benke, bezeichnet dies als eine Sensation, da bisher erst einmal ein Sowerby Zweizahnwal in den deutschen Gewässern der Ostsee beobachtet wurde. Dies war ein Totfund 1913 auf der Greifswalder Oie. Diese Tiere leben eigentlich im nördlichen Atlantik und gehören zu den tieftauchenden Schnabelwalen.  

Zudem ist es den Forschern um Dr. Michael Dähne, Kurator für Meeressäugetiere am Deutschen Meeresmuseum, gelungen, Unterwasserschallaufnahmen des Tieres zu erfassen. Derzeit werden die Aufzeichnungen wissenschaftlich ausgewertet. Das Deutsche Meeresmuseum ist weiterhin an Sichtungsmeldungen des verirrten Wales interessiert. Bitte melden Sie sich unter Tel. 0176 – 22 32 56 05.