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Deutsches Meeresmuseum war zum 17. Mal Plattform für Vorträge und Diskurs über das Meer

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Am 20. Juli fand das 17. Podiumsgespräch des Deutschen Meeresmuseums Stralsund statt. In diesem Jahr stand die Veranstaltungsreihe unter dem Thema „Raumordnung 2.0 – ein zukunftsfähiger Plan für Mecklenburg-Vorpommern und die Ostseeregion!?“.

„Das Deutsche Meeresmuseum versteht sich als neutrale Plattform für unterschiedliche Sichtweisen, wissenschaftliche Erkenntnisse und konstruktiven Dialog“, sagt Dr. Harald Benke, Direktor des Deutschen Meeresmuseums. „Unser Ziel ist es, den Meeresschutz durch sachlichen Informationsaustausch, nachhaltige Entwicklung und strikt einzuhaltende Nutzungsvereinbarungen voranzubringen“.  

An Raumplanung im Meer vor unserer Haustür denken wohl die wenigsten Badegäste, wenn sie ihren Blick vom Strandkorb auf die Ostsee richten. Entdeckt man am Horizont die weißen, schlanken Türme der Windkraftanlagen, kommen dem Betrachter möglicherweise doch Fragen dazu in den Sinn. Wie viel Fläche nehmen Offshore-Windkraftanlagen bei uns ein und ist noch mehr davon verkraftbar? Auf welcher Grundlage wird entschieden, wo Fischerei oder Bergbau im Meer betrieben werden dürfen?

Nach einem intensiven Beteiligungsverfahren verabschiedete der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern am 8. Juni 2016 das neue Landesraumentwicklungsprogramm. Es stellt Weichen für Nutzung und Schutz in unserem Küstenmeer. Dies hat auch Auswirkungen auf die gesamte südliche Ostsee und ihre Akteure - von Gesetzgebern über kommerzielle Nutzer, Naturschützer bis hin zur Marine. Einen umfangreichen Einblick in die unterschiedlichen Interessen, wie Küstenschutz, Fischerei oder Tourismus, lieferten die geladenen Fachleute mit ihren Vorträgen und die Teilnehmer der anschließenden Podiumsdiskussion.