Weltmeer

Kennen Sie sich aus in den Weltmeeren? Diese Ausstellung empfängt Sie mit Meeresrauschen und einer Projektion des Wasserplaneten Erde.




Vitrine "Artenvielfalt" - © Johannes-Maria Schlorke

Artenvielfalt

Eine wichtige Aufgabe von Museen ist das Sammeln und Bewahren naturkundlicher Fundstücke, seien es Tiere, Pflanzen oder Fossilien. Manchmal finden sich Belegexemplare ausgestorbener oder stark bedrohter Tierarten nur noch verborgen in Museumsmagazinen. Daher sind Sammlungen von unwiederbringlichen Originalen sehr wichtige Archive der biologischen Vielfalt. Doch auch für Nichtwissenschaftler sind die Sammlungsobjekte sehr faszinierend. Die Konservierung von Tieren in zylindrischen Gläsern wirkt auf eine bizarre Weise sehr ästhetisch.




Vitrine "Barschartige Fische" - © Johannes-Maria Schlorke

Barschartige Fische

Zu der Ordnung der Barschartigen Fische zählen über 12.000 Arten. Das entspricht etwa einem Drittel aller Fischarten. In der Fachwelt werden sie als Perciformes bezeichnet, was sich von dem griechischen Worten „perka“, Barsch, und dem aus dem lateinischen stammenden „forma“, Form, ableitet. Allerdings sehen die verschiedenen Arten sehr unterschiedlich aus. Gemeinsam ist ihnen nur, dass sie über zwei getrennte Rückenflossen sowie eine Afterflosse verfügen. Größe, Form und Farbe hingegen sind keine Merkmale zur Unterscheidung dieser bunten Tiergruppe.




Vitrine "Muscheln und Schnecken" - © Johannes-Maria Schlorke

Muscheln und Schnecken

Muscheln und Schnecken sind besonders geeignet, die Menschen für die Schönheit biologischer Vielfalt zu begeistern. Die über 100.000 bekannten Arten zeigen einen beeindruckenden Farben- und Formenreichtum. Schnecken besitzen meist nur ein einteiliges, oft spiraliges Gehäuse, während Muscheln zwei Schalenhälften tragen. Beim Wachstum der Tiere wird auch die Schale ständig erweitert. Dabei entstehen oft faszinierende Muster aus Farbpimenten, die Sammler begeistern und Wissenschaftlern viel über Wachstumsvorgänge und Musterbildung in der Natur verraten.




Pfeilschwanzkrebse - © Johannes-Maria Schlorke

Pfeilschwanzkrebse

Pfeilschwanzkrebse gehören nicht, wie der Name nahelegt, zu den Krebstieren, sondern sind eher mit den Spinnen verwandt. Die Tiere verfügen über zehn Augen und wegen eines unpaar aus dem Panzer ragenden Stirnauges lautet eine lateinische Bezeichnung „kleiner schielender Zyklop“. Sie kommen seit über 300 Millionen Jahren unverändert auf der Erde vor und werden daher auch als „lebende Fossilien“ bezeichnet. Der im Laufe der Evolution entwickelte Bauplan der Pfeilschwanzkrebse hat sich offensichtlich als sehr erfolgreich herausgestellt und ein Leben unter extrem unterschiedlichen Bedingungen ermöglicht.




Staatsqualle - © Johannes-Maria Schlorke

Tiefseeräuber aus Leuchtglas

Staatsquallen gehören zu den Nesseltieren und bestehen aus einer Kolonie spezialisierter Einzeltiere, den Polypen. Einige der Polypen sind für die Fortbewegung, andere für die Fortpflanzung oder die Ernährung zuständig. In den dunklen Tiefen der Meere erzeugen sie ihr eigenes Licht- die sogenannte Biolumineszenz. Das gläserne Modell in der Ausstellung ist zwei Meter groß. Die größten Exemplare von Staatsquallen können allerdings bis zu 50 Meter lang werden! Sie geben uns eine Idee davon, wie das leben in der Tiefsee aussehen kann.




Präparat eines Tiefsee-Anglerfisches - © Johannes-Maria Schlorke

Angeln in der Tiefsee

Der bizarre Tiefsee-Anglerfisch führt uns vor Augen, welche Strategien für das Überleben ohne Sonnenlicht, bei hohem Wasserdruck und Temperaturen zwischen -1°C und 4°C notwendig sind. Die Färbung spielt in der Tiefsee nur eine untergeordnete Rolle, denn Licht gibt es kaum. Nur selten finden die Bewohner hier Nahrung in größeren Mengen. Ergibt sich allerdings die Gelegenheit, ermöglicht ihnen das große Maul mit spitzen Fangzähnen, ein dehnbarer Magen und ihre elastische Haut auch Beutetiere zu verschlingen, die größer sind als sie selbst. Anglerfische locken ihre Beute mit Leuchtorganen an Kopf oder Rücken an.





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