1:1 Riesen der Meere

Bestaunen Sie in der etwa 20 Meter hohen Ausstellungshalle nachgebildete Wale in Originalgröße und andere Giganten der Meere.




Blauwal

Er ist unumstritten das größte Exponat im OZEANEUM. Ebenso wie mit über 30 Meter Länge und 200 Tonnen Gewicht das größte und schwerste bekannte Lebewesen auf der Erde. Der Blauwal in der Versammlung der Riesen schlägt in diesem Sinne alle Rekorde. In enger Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Handwerkern und Künstlern entstand für unser Museum eine naturnahe Nachbildung im Maßstab 1:1. Ganze 26 Meter lang und selbst als Modell noch 9 Tonnen schwer.




Kamtschatkakrabbe

Die ursprünglich im nördlichen Pazifik beheimatete Kamtschatkakrabbe zählt zu den größten Krebsarten und gilt als äußerst schmackhafte Delikatesse. In den 1960er Jahren wurden sie von Menschen in der Barentsee angesiedelt. Die Krabben fühlten sich in den neuen Gefilden ausgesprochen wohl. Über 30 Jahre blieben die Krabben ortstreu, bis sie in den 90er Jahren begannen, die norwegische Küste entlang zu wandern und sich bis zu den Lofoten auszubreiten. Mittlerweile ist die Ausbeute der norwegischen Fischer ertragreicher als die der Fischer in den ursprünglichen Verbreitungsgebieten.




Manta-Rochen

Wie ein riesiger Trichter arbeitet die gewaltige Mundöffnung des Manta-Rochens, wenn dieser schwerelos und gemächlich durchs Wasser gleitet und dabei Unmengen von Plankton herausfiltert. Es erscheint wie ein Spleen der Natur, dass sich ausgerechnet einige der größten Lebewesen in den Ozeanen von den kleinsten darin ernähren. Denn neben dem Manta gehören auch der Blauwal und der Buckelwal zu den Planktonfressern. In der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere können die Besucher dem Manta direkt ins weit geöffnete Maul schauen.




Mördermuschel

Die Große Riesenmuschel (Tridacna gigas) ist die größte aller Muschelarten und kann bis zu über einen Meter lang und 350 Kilogramm schwer werden. Sie besiedelt lichtdurchflutete Korallenriffe im Indopazifik. Abenteuerliche Mythen von riesigen Muscheln, die nach Tauchern schnappen und sie in der Tiefe festhalten, hat jeder schon einmal gehört. So wundert es nicht, dass die Riesenmuschel auch den Beinamen Mördermuschel trägt. In Wirklichkeit jedoch vollzieht die Muschel eine sehr langsame Schließbewegung und stellt keinerlei Gefahr für Taucher dar.




Riesenkalmar

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts rankten sich viele abenteuerliche Legenden um Riesenkalmare. Auch heute ist die Wissenschaft noch lange nicht am Ende ihrer Forschungen über diese Bewohner der Tiefsee angelangt. Im August 2003 geriet ein Riesenkalmar vor der Küste Neuseelands in das Netz eines Tiefsee-Trawlers. Noch an Bord wurde das geschlechtsreife Männchen tief gefroren. Mehrere Liter Konservierungsflüssigkeit, die auch in Arme, Kopf und Mantel des Tieres gespritzt wurden, verhinderten die Zersetzung des Gewebes. Nach Abschluss der Fixierung ging die Reise per Luftfracht bis nach Stralsund.




Multimediashow

In einem multimedialen Schauspiel aus Lichteffekten, Klängen und Bildern erleben Museumsbesucher die Giganten der Meere. Auf Liegen folgen die Gäste am Ende der Ausstellung vom Meeresgrund einer Multimediashow, die die Besonderheiten, aber auch die Gefährdung der Wale eindrucksvoll vermittelt.

Gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace wirbt das OZEANEUM für den Schutz der Riesen der Meere.





OZEANEUM