Ostsee – das Meer vor unserer Haustür

Erleben Sie die europaweit größte Ausstellung zur Ostsee - dem Meer vor der Haustür des OZEANEUMs.




Algenvitrine in der Ostseeausstellung - © Antje Dittmann

Algenvitrine

Im Übergangsbereich zur Nordsee, in der Beltsee und im Kattegat ist der Salzgehalt der Ostsee schon fast so hoch wie im offenen Meer. Hier, am Treffpunkt mit dem Ozean wird die Unterwasserwelt von ausgedehnten Algenwäldern beherrscht. Die Großalgen bieten Unterschlupf für eine Vielzahl von Meeresbewohnern wie Seesternen, Dornhaien, Eisenten, Seespinnen, Muscheln und Schnecken. In Asien dienen Großalgen schon lange als Nahrung. Ihr Einsatz als ökologischer Dämmstoff, in der Medizin, der Ernährung oder Kosmetik gewinnt seit einiger Zeit auch in Europa an Bedeutung. 




Planktonwolke in der Ostseeausstellung - © Johannes-Maria Schlorke

Planktonwolke

Mikroskopisch klein und entsprechend leicht, treibt das Plankton mit der Meeresströmung. In natürlicher Größe sind diese pflanzlichen oder tierischen Organismen für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar.  In der Ostsee-Ausstellung des OZEANEUMs haben die Gestalter darum eine schwebende Planktonwolke in zigfacher Vergrößerung dargestellt. Nur so können die Besucher nachvollziehen, welche Vielfalt an Lebewesen und Formen existiert. So etwa die durchscheinenden Fischlarven, wuselnden Minikrebse, beweglichen und starren Algen oder auch Muschellarven.




Kinder am Relieftisch der Ostseeausstellung - © Johannes-Maria Schlorke

Relieftisch

Die Ostsee anfassen kann man zwar an jedem Badestrand, doch der Griff ins Wasser oder der Blick auf den Meeresgrund gibt wenig Aufschluss über das Binnenmeer selbst. In der Ostseeausstellung können Kinder und Erwachsene mit eigenen Händen begreifen, dass sich tiefe Becken und flache Schwellen am Ostseegrund abwechseln, wo die mit 459 Meter tiefste Stelle unter dem Meeresspiegel liegt, welche Inseln aus dem Wasser herausragen und wie die Strömungen innerhalb der Ostsee funktionieren. Der Relieftisch vermittelt Erlebnis- und Erfahrungswerte, wie sie durch bloße Abbildungen oder Beschreibungen kaum möglich sind. 




Ringelrobbe in der Vitrine - © Johannes-Maria Schlorke

Ringelrobbe

Die Ringelrobbe ist ein weit verbreiteter Arktisbewohner und die dort am häufigsten vorkommende Robbenart. Weit weniger zahlreich hat sich vor rund 10.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit eine Unterart in der nördlichen Ostsee entwickelt und bis heute erhalten: Die Ostsee-Ringelrobbe. Heute leben nur noch rund 10.000 Individuen dieser ursprünglichen arktischen Art in den winterlichen Eiszonen des Binnenmeeres. Der drohende Rückgang des Eises aufgrund der globalen Klimaerwärmung ist für die Ostsee-Ringelrobbe eine existenzielle Bedrohung.




Besucher vor der Schweinswalvitrine - © Antje Dittmann

Schweinswalvitrine

Nach einer Tragezeit von zehn bis elf Monaten werden bei Schweinswalen im Zeitraum zwischen Mai und Juni die meisten Kälber geboren. Für die Aufzucht des Nachwuchses spielen die Küstengewässer der Ostsee eine große Rolle. Das Kalb kommt in der Steißlage zur Welt: der Schwanz voran, der Kopf zuletzt. Die Geburt ist meist nach ein bis zwei Stunden geschafft. Die Schwanzflosse des Jungtieres entfaltet und festigt sich während des Geburtsvorganges, sodass es gleich seiner Mutter zu einem ersten, lebensnotwendigen Atemzug an die Wasseroberfläche folgen kann. 




Seeadler mit Gans - © Johannes-Maria Schlorke

Seeadler

Wenn die küstennahen Bereiche der südlichen Ostsee zufrieren, bietet sich aufmerksamen Beobachtern bisweilen ein besonderes Schauspiel. Vor allem in strengen Wintern kommen Seeadler häufig nach Mecklenburg-Vorpommern. Durch die Winterrast zahlreicher Wasservögel, die hier mitunter Opfer von Kälte und Eis werden, finden die Herrscher der Lüfte ideale Bedingungen für den Beutefang. Nicht selten können dann Ornithologen und Vogelfreunde 40 bis 60 dieser eindrucksvollen Greifvögel auf einmal zählen.  Während die Jungvögel noch einfarbig braun erscheinen, erkennt man die Altvögel an ihrem weißen Schwanz und dem leuchtend gelben Schnabel. 





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