Erforschung und Nutzung der Meere

Lernen Sie aktuelle Themen der deutschen Meeresforschung sowie die nutzungsrelevanten Eingriffe des Menschen auf das Meer kennen.




Detail Diorama - © Johannes-Maria Schlorke

Diorama

Das gigantische Reich im Dunkeln der Tiefsee mit seinen Lebewesen, Bodenschätzen und Naturphänomenen gilt nach wie vor als weitgehend unerforscht. Heute helfen technisch aufwändige Geräte das Meer besser zu verstehen und wirkungsvoller zu schützen. Sie liefern Bilder von Strömungen, Wettereinflüssen oder Eisschmelze. Bodenproben vermitteln Einblicke in die Vergangenheit der Ozeane und geben Aufschluss über möglichen Folgen der Rohstoffgewinnung. Gemessen werden auch die Qualität und Zusammensetzung des Meerwassers und damit die Folgen von schädigenden Umwelteinflüssen. Andere Geräte ermöglichen die Erforschung der Artenvielfalt im Meer.




Fotoschlitten - © OZEANEUM Stralsund

Fotoschlitten

Wie erforschten Wissenschaftler eigentlich früher die Tiefsee? Die ersten Fotoschlitten bauten Wissenschaftler bereits Ende der 1960er Jahre. Ihr Gerüst war damals wie heute sehr robust, um dem Druck in großen Wassertiefen, dem Salzgehalt und den niedrigen Temperaturen standzuhalten. Im Inneren verborgen befindet sich meist empfindliche Elektronik. Der fast schon historische Fotoschlitten aus den 1970er Jahren hatte noch nicht so eine ausgefeilte Kameratechnik wie heutige Tauchroboter. Dennoch lieferte die eingebaute schwarz-weiß Kamera erste Eindrücke vom bis dahin unbekannten Meeresboden.




Schwertfisch - © OZEANEUM Stralsund

Schwertfisch

Dieser Schwertfisch ist kein natürlicher Bewohner der Ostsee. Vielleicht unachtsam auf Beutejagd oder aus anderen unbekannten Gründen über Abwege ins Binnenmeer gelangt, hatte der imposante Meeresräuber hier keine Chance zum Überleben. Gefunden wurde das noch gut erhaltene Tier in der Nähe von Zingst bei Dünenarbeiten im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Anschließend wurde er den Mitarbeitern des Deutschen Meeresmuseums übergeben, die ihn für die Ausstellung präparierten. Der erwachsene Schwertfisch hat eine Gesamtlänge von 2,30 Metern und eine Höhe inklusive Rückenflosse von 62 Zentimetern.




Simulation einer Tauchfahrt in die Tiefsee - © Johannes-Maria Schlorke

Tauchfahrt in die Tiefsee

Wie fühlt es sich an mit einem Tauchboot in bis zu 4000 Meter Tiefe zu sinken und was ist dort überhaupt zu sehen? Eine 10-minütige, fiktive Tauchfahrt gibt Antworten auf diese Fragen und lädt die Besucher ein, selbst auf Entdeckungsreise in Richtung Meeresboden zu gehen. Ein runder, abgedunkelter Raum ist der beengten Situation eines Tauchbootes nachempfunden, fünf Monitore dienen als Fenster zur Tiefsee. Vorbei an Heringsschwärmen, Schweinswalen und Robben geht die Reise über Kaltwasserkorallen des Nordatlantiks bis zu den schwarzen Rauchern am Meeresboden.




Blick durch einen der Taucherhelme in der Ausstellung - © Johannes-Maria Schlorke

Taucherhelme

Tauchen ist heute ein beliebter Freizeitsport. Moderne Tauchausrüstungen machen es möglich, diesem faszinierenden Unterwasser-Erlebnis an nahezu jedem beliebigen Ort nachzugehen. Wie sich allerdings Helmtaucher in ihren schweren Arbeitsgeräten in etwa fühlen, können die Besucher anhand zweier originaler Taucherhelme aus den 1970er Jahren erfahren. Die Helme dürfen aus der Nähe betrachtet, angefasst und sogar aufgesetzt werden. Eine spezielle Vorrichtung ermöglicht allen Interessenten von ganz klein bis ganz groß das leichte Aufsetzten und Tragen der wuchtigen, rund 20 Kilogramm schweren Taucherhelme.





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