Meeresforschung

Bestaunen Sie Exponate zur Messung von Strömungsgeschwindigkeiten, ozeanografische Systeme sowie Bilder vom Meeresboden und Tauchen im Meer.




Deutsche Meeresforschung

Auf einer Ausstellungsfläche von ca. 400 Quadratmetern findet der Besucher die Ausstellung Deutsche Meeresforschungstechnik. Das Hauptaugenmerk der Ausstellung liegt auf wichtigen Exponaten wie Beobachtungs- und Messgeräten mit zahlreichen Erläuterungen zu ihren Bedeutungen und Funktionsweisen. Die hervorragende Rolle deutscher Ozeanographen in der Pionierzeit der Meeresforschung wird auf einer Tafel dokumentiert und illustriert. Ein Überblick über heutige deutsche Einrichtungen der Meeresforschung und ihre Aufgaben rundet die Exposition ab.




Unterwasserlabor HELGOLAND

Das deutsche Unterwasserlabor HELGOLAND gilt bis heute als technische Pionierleistung der Unterwasserforschung. Mit einer Länge von 9 Metern und bei einem Durchmesser von 2,5 Metern sollte die Tauchstation den Forschern - damals Aquanauten genannt - einen längeren Aufenthalt unter Wasser bei einer gewissen Lebensqualität ermöglichen. Es gab fließend warmes und kaltes Süßwasser, Dusche, Radio, Kühlschrank, eine moderne Küche, ein hoch technisiertes WC, Klimaanlage und große, bequeme Kojen. Möglich wurde die reibungslose Versorgung durch eine schwimmende Versorgungstonne oberhalb der HELGOLAND, die ähnliche Ausmaße wie das UWL selbst hatte.




Unterwasserstation BAH1

Im Sommer 2003 fand auch die erste deutsche Unterwasserstation BAH1 ihren Platz hier im Freigelände. Die erste deutsche Unterwasserstation sammelte nützliche technische Erfahrungen für das wesentlich größere Unterwasserlabor HELGOLAND und war nur ein Mal im offenen Meer im Einsatz. Das sechs Meter lange, vier Meter breite und 4,80 Meter hohe Gerät ist insgesamt 15 Tonnen schwer. Als technisches Denkmal wurde es 2003 von der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld übernommen.




Messmast Riff Nienhagen

So standhaft und aufrecht, wie sich der Telemetriemast im NAUTNEUM den Besuchern präsentiert, dürfte sich die Beobachtungsstation an ihrem ursprünglichen Standort selten gezeigt haben. Von Wissenschaftlern der Uni Rostock für eine Langzeitbeobachtung unter Wasser konstruiert, sollte der 15 Meter hohe Mast an der Küste vor dem Ostseebad Nienhagen allen widrigen Bedingungen gewachsen sein. Ein schwergewichtiges Fußgelenk, heute vor dem Mast liegend zu sehen, ermöglichte eine flexible Reaktion auf Wellen, Sturm und Eisgang, wobei Mast und Plattform nicht selten in extreme Schieflage gerieten. Und das ganz bewusst, um sie vor irreparablen Schäden zu schützen.