Leuchtturmgeschichte

Lernen Sie die Geschichte des Leuchtturms und die zahlreichen aufschlussreichen Details dieses markanten Bauwerks kennen.




Leuchtturm Darßer Ort

Der 1848 aus rotem Backstein erbaute Leuchtturm gilt als der älteste noch in Betrieb befindliche Leuchtturm an der mecklenburg-vorpommerschen Küste - eine echte Besonderheit. Mit seinem weit reichenden Licht warnt er die Schiffe vor der Darßer Schwelle. Der Scheinwerfer strahlt  mit der Charakteristik FI (2+4) W 22s, was so viel heißt wie: alle 22 Sekunden strahlen zwei und vier Blitze über die Ostsee. Noch in 23 Seemeilen Entfernung sind die Strahlen des Leuchtturmlichtes zu sehen. Einen Leuchtturmwärter gibt es schon lange nicht mehr im Lampenhaus des Turms. Die Lampe wird seit 1978 per Funk ferngesteuert. In den 30er Jahren wurde von Petroleum auf Strom umgestellt.




Eisentreppe

Wenn sich der Darßer Wald allmählich lichtet und unvermittelt der Leuchtturm Darßer Ort auftaucht, dann hat der Wanderer sein Ziel fast erreicht und die freudige Erwartung motiviert für die letzte Etappe: den Turmaufstieg. Wer die 134 Stufen der leuchtend grünen schmiedeeisernen Treppe mit den durchbrochenen Blumenmotiven in Angriff nimmt, der hofft nur noch, dass sich der Aufstieg auf den 35 m hohen Leuchtturm lohnen wird. Spätestens jedoch, wenn er durch die schwere Eisentür nach draußen tritt, weicht der etwas flache Atem purem Staunen. Der einmalige Rundblick von der Aussichtsplattform in 28 Metern Höhe über Darß und Ostsee erstreckt sich bei klarem Wetter sogar bis zur dänischen Insel Mön.




Wracks

Die große Notwendigkeit des Leuchtfeuers belegen über 84 Wracks, die in unmittelbarer Nähe vom Darßer Ort entdeckt werden konnten. Ein Großteil dieser Schiffe sank auf den gefährlichen Untiefen, bevor der Leuchtturm am 1. Januar 1849 in Betrieb genommen werden konnte. Oft stoßen Strandspaziergänger auf hölzerne Spanten und Planken als Zeugnisse der zahlreichen Strandungen. Ein sensationeller Fund gelang den Unterwasserarchäologen östlich des Darßer Ortes. Tief im Sand eingespülte Wrackteile konnten als eine gut erhaltene 700 Jahre alte Kogge identifiziert werden. Das Hanseschiff hatte Stockfisch, isländischen Schwefel und Rentiergeweihe geladen. Es war ein so genannter „Umlandfahrer“, der um Kap Skagen in die Ostsee einsegelte.