Tropisches Aquarium

Im Tropischen Aquarium des MEERESMUSEUMs tummeln sich neben bizarren Rotfeuerfischen und Steinfischen auch die beliebten Anemonenfische, viele leuchtend schöne Korallenfische sowie die dämmerungsaktive Gemeine Krake.




Weißkehldoktorfisch

In den Tropenaquarien des MEERESMUSEUMS sind mehr als 20 Arten von Doktorfischen zu finden. Diese Riffbewohner begeistern durch ihre leuchtende Farbenpracht wie etwa beim gelben oder blauen Segelflossendoktor, ein variantenreiches Farbspiel wie beim Achillesdoktor oder Weißkehlendoktor und auffällige Körperformen wie beim Nasendoktorfisch.  Doktorfische bekamen ihren Namen nicht etwa weil sie ihr Aquarium klinisch sauber halten, sondern nach den „Skalpellen“ oder hornartigen Dornfortsätze in der Schwanzwurzel, die sich meist auch farblich vom übrigen Körper abzeichnen. Bisweilen leicht giftig sind diese rasiermesserscharfen Klingen eine gefährliche Defensivwaffe.    




Rotfeuerfisch

Die auffällig gefärbten Rotfeuerfische zählen zu den attraktivsten Fischen im Tropenaquarium des MEERESMUSEUMs. Die vorderen Flossenstrahlen auf dem Rücken enthalten ein Gift, das mit dem einer Kobra vergleichbar ist. Diese Giftstachel dienen zur Verteidigung, nicht zur Jagd. Wenn die dämmerungs- und nachtaktiven Rotfeuerfische im freien Meer am Riff auf Beute aus sind, bilden sie mit ihren großen, flügelähnlichen Brustflossen eine Art Netz. So drängen sie kleinere Fische oder Krebse in Nischen oder Höhlen, um sie dann blitzschnell einzusaugen.

 




Anemonenfisch

Auch wenn die Farbenpracht der Korallenbewohnern in den Schaubecken jeden Museumsbesucher verzaubert, bleibt die Frage „Wo ist Nemo?“ nicht aus. Genau genommen heißen die kleinen, quirligen Fische Orange-Ringel-Anemonenfische. Charakteristisch für diese Tiere ist die Symbiose mit der Anemone. In dieser besonderen Lebensgemeinschaft bestehen eine wechselseitige Abhängigkeit und ein gegenseitiger Nutzen. Die Anemonen schützen die Anemonenfische vor Raubfischen und die Anemonenfische wiederum bieten den Anemonen Schutz vor Fressfeinden.




Igelfisch

Der Braunflecken-Igelfisch lebt vorwiegend in Korallenriffen sowie Tang- und Seegrasfeldern. Er kann bis zu 50 cm groß werden. Am liebsten verspeist er Krebse, Muscheln und Garnelen. Seine besondere Fähigkeit besteht darin, dass er sich mit Wasser oder Luft im Magenraum kugelartig aufblasen kann. Damit schützt sich der Braunflecken Igelfisch davor, von Raubfischen gefressen zu werden.

 




Seepferdchen

Seepferdchen zählen zu den Fischen, auch wenn sie diesen nur wenig ähnlich sehen. Ihre Flossen sind stark zurückgebildet und ihr zierlicher Körper wird durch kantige Ringe geschützt. Ihren langen Schwanz können Seepferdchen um Pflanzen wickeln und sich so an ihnen festhalten. Auf diese Weise werden sie oft weit auf das Meer hinausgetrieben. Das Leben der Seepferdchen spielt sich in tropischen sowie in gemäßigten Gewässern ab. Daher sind die kleinen Fische im MEERESMUSEUM zu sehen. Die hier gezeigten Seepferdchen stammen aus einer Nachzucht aus Aquarienhaltung, da diese Tiere in der freien Natur durch strenge Artenschutzbestimmungen geschützt sind.




Tannenzapfenfisch

Als Bewohner der Dämmerlichtzone im Meer nennen die Japanischen Zapfenfische ein eher gedämpft beleuchtetes Aquarium ihr Zuhause. Ein besonderes Merkmal ist aber nur selten zu beobachten. In ihrem inneren Unterkiefer tragen sie zwei Leuchtorgane, mit denen sie in freier Natur Futtertiere anlocken. Um knackige Garnelen und Krebse zu vertilgen, die von den leuchtenden Punkten neugierig angezogen werden, brauchen sie kräftige Kauorgane. So sind die ovalen Fische mit dem harten und deutlich sichtbaren Schuppenpanzer regelmäßig auf Suche nach brauchbarem Futter, sofern sie nicht in ihren Felshöhlen schlafen.

 




Kardinalsgarnele

Zum bevorzugten Lebensraum der Kardinalsgarnele zählen Korallenüberhänge, Höhlen und Spalten. Sie erreicht eine Körperlänge von bis zu 7 cm. Die Kardinalsgarnele ernährt sich von Schwebe- und Sinkstoffen sowie von kleinen Krebsen. Zudem reinigt sie Fische von lästigen Parasiten, die gefressen werden. Sie lebt meist paarweise.