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Forschungsstiftung Ostsee lobt Preis für Nachwuchswissenschaftler aus

(Stralsund, 29.04.16) Die Forschungsstiftung Ostsee wird in 2016 erstmalig herausragende Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern über die Ostsee ehren. Der Preis ist mit 1 000 Euro für eine Master- und 2 500 Euro für eine Dissertationsschrift dotiert.

Im Fokus der Ausschreibung stehen wissenschaftliche Arbeiten über die Erforschung der Fauna und Flora der Ostsee, ihre angrenzenden Gewässer und Küstenlebensräume sowie die Erforschung der Einwirkungen durch die zunehmende wirtschaftliche Nutzung auf die marine Umwelt.

Dabei kommen sowohl Arbeiten zur Grundlagen- als auch zur angewandten Forschung mit Abschluss in den Jahren 2015 und 2016 in Frage.

Die Ausschreibung läuft bis 31.10.16 über Hochschulen und Forschungsinstitute. 

Hier finden Sie weitere Informationen zur Bewerbung und Vergabe.




Forschungsstiftung Ostsee unterstützt wissenschaftliche Projekte

(Stralsund, 16.04.2014) Im Mai 2012 gründete die OZEANEUM Stralsund GmbH die gemeinnützige Forschungsstiftung Ostsee, um wissenschaftliche Untersuchungen zu den Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Ostsee zu unterstützen. In diesem Jahr fördert die gemeinnützige Stiftung fünf Forschungsprojekte. Diese Mittel stammen von der EnBW Erneuerbare und Konventionelle Erzeugung AG.

"Der Einfluss von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien, von Sand- und Kiesabbau oder Elektrokabeln in der Ostsee sind weitestgehend unbekannt. Damit deren Auswirkungen genauer erforscht werden können, sollen die Stiftungsmittel entsprechende wissenschaftliche Projekte unterstützen", sagt Andreas Tanschus, Vorstandsvorsitzender der Forschungsstiftung Ostsee. Ein wissenschaftlicher Beirat mit sechs Vertretern aus Forschungs- und Verwaltungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern berät den Vorstand bei der Beurteilung der eingereichten Konzepte. Dazu zählen in diesem Jahr Projekte des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, des Leibnitz-Institutes für Ostseeforschung Warnemünde und des Institutes für Biowissenschaften der Universität Rostock.

"Wir freuen uns sehr, dass mit unseren Mitteln wertvolle Erkenntnisse über die Ostsee gewonnen werden können. Denn die EnBW setzt sich für die klimaschonende Stromerzeugung im Einklang mit der Natur ein", erklärt Dr. Werner Götz, Vorstand der EnBW Erneuerbare und Konventionelle Erzeugung AG. Die EnBW betreibt den Offshore-Windpark EnBW Baltic 1 in der Ostsee. Das Folgeprojekt EnBW Baltic 2 befindet sich gerade im Bau.
 
Anfang Februar 2014 starteten am Deutschen Meeresmuseum zwei von der Forschungsstiftung Ostsee geförderte Projekte. Unter Leitung von Dr. Timo Moritz widmet sich das Projekt "Ein lebendes Fossil - Die Rückkehr der Störe" einer der weltweit am stärksten gefährdeten Fischarten. Störe sind akut vom Aussterben bedroht. Seit 1920 gelten sie in der deutschen Ostsee als ausgestorben. Insbesondere menschliche Einflüsse wie Überfischung, Lebensraumveränderungen und Umweltverschmutzung sind dafür verantwortlich. Im Rahmen des Projektes findet im Frühjahr 2015 ein internationaler Expertenworkshop in Stralsund mit Teilnehmern aus Europa und Kanada statt. Auf dem Workshop sollen Forschungsergebnisse zur Wiedereinbürgerung der Störe und die Fortschritte in der künstlichen Vermehrung dieser Tiere vorgestellt werden. Für die Öffentlichkeit entsteht eine Wanderausstellung über die Rückkehr der Störe, die zunächst im Stralsunder MEERESMUSEUM gezeigt wird. Anhand präparierter Tiere und mit spannenden Geschichten gibt sie einen tieferen Einblick in die Welt dieser Knochenfische, die den meisten Menschen vor allem wegen ihres schmackhaften Rogens, dem Kaviar, bekannt sind.

In dem zweijährigen Projekt "Ermittlung von Schweinswal- und Robbenhabitaten in der deutschen Ostsee durch Zufallssichtungen und Totfunde" analysieren die Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums die bevorzugten Lebensräume von Schweinswalen und Robben. Um die in der Ostsee stark bedrohten Meeressäuger, deren Wiederbesiedlung ihrer früheren Verbreitungsgebiete und zugleich das Zusammenleben zwischen Tier und Mensch bestmöglich zu fördern, soll die Öffentlichkeit aktiv einbezogen werden. Über Informationsveranstaltungen, Pressemitteilungen und Internet werden Interessierte informiert und aufgefordert, ihre Schweinswal- oder Robbensichtungen zu melden. Die Wissenschaftler optimieren die bisherige Datenaufnahme und entwickeln gegenwärtig u. a. eine Sichtungs-App für Smartphones. Damit können Wassersportler Sichtungen von Meeressäugern schnell und unkompliziert an das Deutsche Meeresmuseum übermitteln. Mithilfe der gesammelten Daten werden Gebiete in der Ostsee identifiziert, die für Schweinswale und Robben von besonderer Bedeutung sind. Noch bis 30. Juni 2015 können Projektanträge für 2015 bei der Forschungsstiftung Ostsee eingereicht werden. Im Zentrum sollte die Untersuchung und Bekanntmachung der menschlichen Einflüsse auf die Ostsee und ihre Flora und Fauna stehen. Bewerben können sich auch Einrichtungen, die den fachlichen Austausch dazu organisieren, die Öffentlichkeit informieren und deren Ergebnisse als wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Entscheidungen bezüglich der Ostsee dienen.