Kein Plastik Meer

Das Deutsche Meeresmuseum bringt seinen Besuchern die Faszination der Ozeane näher. Aber diese Schönheit ist in Gefahr. So landen jedes Jahr ca. sechs Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Wale, Delfine oder Seehunde verheddern sich darin oder sterben, weil sie den Plastikmüll mit Nahrung verwechseln. Die Kunststoffe geben giftige Weichmacher ab und Mikroplastik wird allgegenwärtig. 

Der Countdown läuft!

Noch bis Frühjahr 2015 stehen vielfältige Ausstellungen und Aktionen im MEERESMUSEUM und OZEANEUM unter dem Motto „Kein Plastik Meer“. Das Deutsche Meeresmuseum dankt insbesondere dem Umweltbundesamt (UBA) für die gemeinsame Umsetzung dieser Ideen.

 


- © Deutsches Meeresmuseum/Johannes-Maria Schlorke

Das Präparat eines Anglerfisches für das Themenjahr 2015 „Expedition Tiefsee“.

Bild: Deutsches Meeresmuseum/Johannes-Maria Schlorke

Expedition Tiefsee – Themenjahr 2015 im OZEANEUM und MEERESMUSEUM

Ab Ostern 2015 lädt das Deutsche Meeresmuseum seine Besucher ein zur „Expedition Tiefsee“. Mit neuen Ausstellungsstationen und Aquarien stellt es seinen Besuchern den am wenigsten erforschten Ort der Erde genauer vor.

Das Sonnenlicht reicht in den Weltmeeren nur bis in wenige Hundert Meter Tiefe; es herrscht ein unvorstellbarer Druck und Eiseskälte. Dennoch gibt es in der Tiefsee Leben in Hülle und Fülle, nur anders als wir es an Land gewohnt sind. So sind vielen Menschen die weißen oder orangefarbenen Kaltwasserkorallen noch unbekannt, obwohl sie große Flächen entlang des europäischen Kontinentalabhanges bevölkern. In drei neuen Becken mit insgesamt 1.500 Litern Wasser präsentiert das OZEANEUM nun erstmals diese in Aquarien selten gesehenen Tiere. Im Gegensatz zu ihren tropischen Artgenossen leben Kaltwasserkorallen in der Dunkelheit der Tiefsee, ernähren sich von Plankton und wachsen mit nur 1 – 2 cm pro Jahr sehr langsam. In Zusammenarbeit mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel brachte das Tauchteam des OZEANEUMs im Sommer 2013 erste Exemplare von einer Expedition vor der norwegischen Küste nach Stralsund. Hinter den Kulissen des Museums haben die Tierpfleger inzwischen Routine in der komplizierten Haltung der Kaltwasserkorallen gewonnen.

Im MEERESMUSEUM erleben die Besucher in einem neuen Tiefseetunnel die bizarren Bewohner und Besonderheiten dieses Lebensraumes. Wer vermutet schon, dass ein verendeter und zum Meeresboden gesunkener Wal bis zu 60 Jahre Energiequelle ist für Eishaie, Grenadierfische und Riesenasseln? In Zusammenarbeit mit dem WWF präsentiert das MEERESMUSEUM zudem eine Sonderausstellung über Kaltwasserkorallen.

Dass wir Menschen über das Leben in der Tiefsee so wenig wissen liegt daran, dass dieser größte Lebensraum der Erde bisher nur ansatzweise erforscht ist. Entlang eines individuelles Rundgangs gehen Besucher des MEERESMUSEUMs und OZEANEUMs Stralsund in diesem Jahr auf „Expedition Tiefsee“. Begleitend bietet das Deutsche Meeresmuseum Vorträge, Veranstaltungen und Aktionen während des Familiensommers zu seinem Themenjahr an.